„Meißener Porzellan der Frühzeit“
Sonderausstellung in Schloss Favorite Rastatt

Figuren der Göttin Guanyin

   


Böttgersteinzeug und Porzellan, Meißen, um 1715

Drei Guanyin-Figuren


Ostasiatisches Porzellan diente der Manufaktur Meißen als Vorbild und Vorlage. Von einigen ostasiatischen Gefäßen und Figuren wurden Gipsformen abgenommen. Diese so gewonnenen Modeln konnten dann mit Steinzeug- oder Porzellanmasse gefüllt und ausgeformt werden. Durch den Entzug von Feuchtigkeit beim Trocknen der noch feuchten, geformten Masse und durch die Verdichtung des keramischen Scherbens im Brand wurden die Meißener Abformungen in Böttgersteinzeug und Porzellan kleiner als das chinesische Original. Diese Kopien nach ostasiatischen Vorbildern zählen zu den frühesten Erzeugnissen der Manufaktur Meißen.

Die chinesische Göttin Guanyin wurde im damaligen Europa auch als Göttin der Barmherzigkeit verstanden. Diese Vorstellung mag ein wesentlicher Grund für das Vorhandensein der außergewöhnlich hohen Anzahl von Guanyin-Figuren in Markgräfin Sibylla Augustas Meißen-Sammlung sein.

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