Tsuga canadensis - Kanadische Hemlocktanne

Die Kanadische Hemlocktanne ist eine Baumart, die in Europa heute nicht mehr wild wächst. Vor der Eiszeit, also vor etwa sechs Millionen Jahren, war sie hier noch heimisch. Sie kommt, wie der Name schon sagt, aus Nordamerika, und zwar aus dem Gebirge Appalachen, wo sie die kühlfeuchte Region bis 1700 Meter Höhe besiedelt.

Schon früh rief die Hemlocktanne das Interesse der europäischen Siedler und vor allem das der Pflanzenkundler in ihrem Gefolge hervor. 1691 wurde das erste Exemplar in London kultiviert und beschrieben.

Das Exemplar im Schlossgarten Favorite wurde um 1840 angepflanzt. Das entspricht der Mode der Zeit: Erst im 19. Jahrhundert verwendete man die Hemlocktanne häufiger. Als nordamerikanisches Nadelgehölz zählte sie  zu den exotischen Arten, die man zu dieser Zeit gerne in Gärten sammelte und zur Schau stellte. Die Vorliebe für Koniferen ging so weit, dass man sogar Alleen aus Bäumen wie der Kanadischen Hemlocktanne bildete.

Von der Hemlocktanne gibt es zahlreiche Züchtungen mit sehr unterschiedlichem Aussehen. Durch ihren lockeren Aufbau und ihre feine Benadelung gehört die Hemlocktanne zu den grazilsten Bäumen unter den Nadelholzarten. Diese Eigenschaft lobte der Gartenkünstler und Gartenschriftsteller Hermann Jäger 1865: Sie sei einer der schönsten Nadelbäume mit Ästen, die zierlich in Bögen überhängen. Er empfahl daher, die Hemlocktanne nur ganz frei anzupflanzen.

 

Baumgruppe aus Urweltmammutbaum, Sumpfzypresse und Hemlocktanne im Schlosspark von Schloss Favorite Rastatt

Baumgruppe aus Urweltmammutbaum, Sumpfzypresse und Hemlocktanne

    

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