Objekte

Teebüchse

Teebüchse

Augsburg (?), 1. Viertel 18. Jahrhundert, Blech (?), Dekor in Lackmalerei
H. 11,6 cm
Aus Schloss Favorite, ursprünglich dafür gekauft

Bemerkenswert ist, dass Lackmalereien auf Metallgefäßen – technisch leichter zu bewältigen und daher billiger – ebenso hoch wie die extrem teuren hölzernen Lackobjekte aus Asien oder aus einer europäischen Werkstatt geschätzt wurden. Auch in Schloss Favorite, in dem sich die Lackbegeisterung der Markgräfin Sibylla Augusta am eindrucksvollsten in den Meißener Böttgersteinzeugen mit Lackdekoren spiegelt, haben sich neben asiatischen und europäischen Lackschälchen zwei Metallgefäße mit Lackmalerei erhalten: eine Teemaschine und eine Teedose.

Auf dieser schwarz lackierten Dose sieht man eine Chinesin, die in einer Felslandschaft beim Spaziergang einen baldachinartigen Schirm trägt. Die Malerei ist verwandt mit der auf dem Teeservice von Elias Adam aus Augsburg, vielleicht also sogar der gleiche Lackmaler oder die gleiche Werkstatt.

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Technische Beratung, Gestaltung, Konzept und Umsetzung: Ralf Gatzki und Friederike Rook