Kaffeekanne
Meißen, 1710–1713; Böttgersteinzeug, dunkelbraun glasiert, mit eingeschnittenem Dekor, silbervergoldete Montierung am Henkel
H. 15,4cm
Aus der Sammlung der dänischen Könige, Schloss Rosenborg / Kopenhagen,nicht in Schloss Favorite zu sehen
König Friedrich IV. von Dänemark erhielt die kleine Kaffeekanne 1711
von Kurfürst August dem Starken wohl geschenkt. Vom selben Modell sind
weltweit acht weitere Exemplare bekannt. Vermutlich wurden diese Stücke
als Muster produziert: Sie zeigen, neben französisch gestaltetem
Ornament, bekrönte Wappenschilder ohne Beschriftungen.
In die schwarz glasierte Oberfläche der Kaffeekanne wurden die
Ornamente eingraviert: Der Reiz dieser Gestaltung liegt im Kontrast der
harten, glänzenden schwarzen oder bräunlichen Oberfläche mit der roten
Färbung des Steinzeugs. Die Oberflächenbearbeitung erfolgte in Dresden,
Meißen oder auch bei der Leipziger Messe durch Glasschneider, die die
Manufaktur hinzuzog.