Die Rot-Buche ist in Europa weit verbreitet, in Mitteleuropa sogar der wichtigste waldbildende Laubbaum. Ab 2500 v.Chr. – als sich das Klima in Richtung niedriger Temperaturen und höherer Niederschläge entwickelte – hat sie die Vorherrschaft der Eichen in Mitteleuropa abgelöst. Die Buche war früher der wichtigste Holzlieferant und ihre Früchte, die Bucheckern, nutzte man zur Viehmast.
Die Rot-Buche bildet eine dichte, stark schattende Krone. Sie hat bis ins hohe Alter einen glatten grauen Stamm und im Herbst oft eine intensive Laubfärbung. Aufgrund ihrer Schnittverträglichkeit kann die Rot-Buche auch als Heckenpflanze gezogen werden. Buchen sind hitzeempfindlich und vertragen Bodenverdichtungen und Bodenversiegelungen nur sehr schlecht. Ebenso empfindlich reagieren sie, wenn das Bodenniveau angehoben und dadurch der Wurzelansatz mit Erde zugeschüttet wird. Sie können bis zu 300 Jahre alt werden, in Einzelfällen auch älter.
Das Wachstum der Buche lässt mit dem Alter nach. Mit 100 bis 150 Jahren kann eine Rot-Buche, die als Einzelbaum auf freier Fläche steht, bereits ihre maximale Höhe erreichen. Hinsichtlich der Höhe und des Kronendurchmessers ist die Rot-Buche des dendrologischen Rundgangs einer der größten Bäume des Gartens und mit einem Alter von vermutlich 250 Jahren auch einer der ältesten.
Rot-Buche im Schlossgarten von Schloss Favorite Rastatt