Porzellanmanufaktur Meißen
Kurfürst August der Starke gründete 1710 eine eigene Porzellanmanufaktur in Dresden. In den Jahren zuvor war in seinem Auftrag das Geheimnis der Herstellung von Porzellan erforscht worden. Das erste Ergebnis der Forschungen von Johann Friedrich Böttger war rotes Steinzeug. Man nannte es Jaspisporzellan: In poliertem Zustand glänzte es wie Jaspis. 1708 gelang Böttger dann die Herstellung des weißen Hartporzellans.
Die Porzellanmanufaktur, ab 1711 in Meißen angesiedelt, reagierte als erste europäische Manufaktur auf die Mode importierter japanischer und chinesischer Lackwaren. Glänzende, bei sehr hohen Temperaturen gebrannte schwarze Glasuren und Dekor im Stil von Lackarbeiten wurden auf eine Reihe von Standardmodellen appliziert. Ab 1713 verwendete man zunehmend das weiße Porzellan statt des roten Böttgersteinzeugs. In den folgenden Jahren wurde das Repertoire der Manufaktur in alle Richtungen stark erweitert.